Pens in Space

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from Pro Apps Club

FULL COMP - With Josh Kopel

Hosted by Michelin-rated restaurateur, Josh Kopel, Full Comp features engaging interviews with restaurant owners, experts, and thought leaders within the hospitality industry. Featured guests offer up stories and advice, giving listeners the tools and knowledge they need to succeed.

Creating Opportunity from Tragedy: Serial Restaurateur Darin Rubell

 
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from viostelly

Am I behind?

I feel like I'm surrounded with people who are way ahead of me. Everyone seems to have it all figured out at 20, yet here I am still trying to find my place. Old people say “you're so young you have nothing to worry about” but I can't just not worry. The more time I am not yet “something”, the less hope people have for me. I realized many people see me as a kind, clueless, and stupid person who has no strategy in life. The clueless part may be a bit true, but I really am still figuring it out. I want to be part of something with a lot of impact and I want to be passionate. That's what makes me feel doubtful of everything the sparks my curiosity. I have spent around 7 months looking for direction. I know my mistake: I haven't taken action. I kept listening to “rules to follow in life”, “tips to be successful”, “how to have mental toughness”, and all the self help advice I needed. It's time to actually try and work something out for myself. This year has to be the year I take action and test who I really am.

 
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from Espoirtunisie

Chirurgie esthetique Tunisie : Tarifs clinique Espoir https://www.clinique-espoir-tunisie.com/tarif-clinique-tunisie.php

Les tarifs des opérations de chirurgie esthétique et reconstructrice vous sont donnés à titre indicatif.

Seul le devis effectué sur la base du diagnostic du chirurgien sera contractuel.

Nos prix comprennent l'hospitalisation, les frais de bloc opératoire, les honoraires des praticiens ( chirurgiens et médecins anesthésistes) et les dispositifs médicaux (prothéses, vêtements de contention...) associés à l'intervention ou à ses suites.

Nous vous rappelons que vous pouvez bénéficier de remises importantes quand vous choisissez de réaliser plusieurs interventions.

https://www.clinique-espoir-tunisie.com/

 
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from Tcetunisie

Tarifs pas cher chirurgie esthetique Tunisie

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Combien coûte ma chirurgie esthétique en Tunisie? C’est peut être l'une des principales questions que vous vous posiez quand vous envisagez une intervention de chirurgie ou de médecine esthétique, et c'est compréhensible.

Bien que vous souhaitiez améliorer ou modifier votre apparence, vous ne voulez pas vous créer un stress financier indu.

Pour éviter de tels freins et vous assurer que votre expérience est « rentable », il est essentiel de comprendre les coûts de la chirurgie esthétique et les facteurs qui les influencent.

L'un de nos objectifs chez TCE est de vous fournir le maximum d'informations possible afin que vous puissiez vous familiariser avec chaque procédure en toute confiance.

Tunisie Chirurgie Esthétique met à votre disposition des formules de séjour médical et de chirurgie esthétique en Tunisie adaptées à votre budget

et vous propose également les tarifs de chirurgie esthétique en dinars tunisien (TND) avec les prix le plus accessibles du marché du tourisme médical. https://www.tunisie-chirurgie-esthetique.com/devis.php

 
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from TheTrooper

TRIGGER-WARNUNG:

Die Geschichte enthält teils drastische Beschreibungen von Gewalt gegen Tiere und Menschen sowie von psychischen Krankheiten und Suizid. Sensible Personen sollten sich gut überlegen, ob sie sich diese Geschichte zumuten möchten.

Wenn du selbst Suizidgedanken hast, suche dir professionelle Hilfe bei einem Psychotherapeuten, Psychiater oder deinem Hausarzt.

Oder wende dich an die Telefonseelsorge: 0800/111 0 111 · 0800/111 0 222 · 116 123 (Deutschland) 142 (Österreich) 143 (Dargebotene Hand/Schweiz)

4 Make a change… kill yourself

Mit jedem Schritt sank er knietief in den Morast ein. Das Vorwärtskommen im Sumpf war langsam und mühsam. Sein Sichtfeld wurde vom dichten Nebel beherrscht. Nur ab und zu tauchte die gespenstische Silhouette eines Findlings oder eines kahlen toten Baumes im Schummerlicht auf. Abgesehen von den matschigen Geräuschen seiner eigenen Schritte, die von der feuchten Luft gedämpft wurden, war es totenstill. Jemand rief nach ihm. Es klang wie die Stimmen von zwei Kindern.

Zwei Stunden hatte er wach im Bett gelegen, bevor er Banshee und Zann von ihrem Hunger erlöst und ihnen Frühstück gemacht hatte. Seit Tagen hatte er immer wieder Kopfschmerzen und Verdauungsstörungen. Aber das allein wäre nicht so schlimm gewesen. Körperliche Schmerzen machten ihm meist wenig aus. Es war das seelische Leid, das ihm zusetzte. Jetzt saß er mit leerem Blick in seinem Zimmer und grübelte. Seine Flamme, für die er vorgestern Abend ein Rollenspiel hatte leiten sollen, hatte kurzfristig abgesagt. Sie habe gar nicht so richtig Lust darauf und das sei wohl nicht die geeignete Einstellung, um zu spielen, womit sie objektiv betrachtet nicht einmal unrecht hatte. Es tue ihr sehr leid und sie hoffe, er würde es ihr nicht übelnehmen. Er hatte ihr geantwortet, dass das zwar sehr schade sei, er es ihr aber nicht übelnehme. Es war keine wirklich große Überraschung gewesen. Er war sich dessen bewusst, dass Rollenspiel ein recht spezielles Hobby war, zu dem viele, bisweilen selbst langjährige Spieler, keinen richtigen Zugang fanden. Aber er hatte die leise Hoffnung gehabt, dass sie das ganze nicht nur als reinen Zeitvertreib sah, sondern auch Zeit mit ihm verbringen wollte. Somit war es für ihn eine der größten Enttäuschungen gewesen, die er sich vorstellen konnte. Dabei hatte es durchaus Anzeichen gegeben, dass sie sich nicht in dem Maße für ihn interessierte wie er für sie. Beispielsweise dass sie eine ihrer Sitzungen vergessen hätte, wenn er sie nicht am selben Morgen angeschrieben hätte, um eine genaue Uhrzeit festzulegen. Oder dass ihre Gespräche meist recht oberflächlich blieben und auch etwas gezwungen wirkten. Er hatte sich bemüht, die Konversationen am Laufen zu halten, obwohl ihm das generell sehr schwerfiel, aber er hätte doch den Eindruck gewinnen müssen, dass ihr daran deutlich weniger lag als ihm. Immerhin wurde ihm nun die Entscheidung abgenommen, ob er es einer potenziellen Partnerin zumuten wollte, ein nutzloses depressives Stück Scheiße, wie er eines war, zu ertragen. Seit besagtem Abend konnte er kaum an etwas anderes als Suizid und seine eigene Unzulänglichkeit denken. Schon zuvor hatte es schlecht um ihn gestanden, aber einen letzten Rest Hoffnung auf ein wenig Licht in seinem Leben hatte es doch noch gegeben. Nun war auch diese Hoffnung erloschen. Wozu also noch leben, wenn das Leben einem nichts mehr zu bieten hatte? Es war doch ohnehin aus utilitaristischer Sicht besser, wenn es weniger Menschen auf dem Planeten gab. Klimawandel, Atomwaffen, bewaffnete Konflikte, Armut und Hunger, all das wäre weitaus weniger verheerend mit einer geringeren Anzahl an Individuen der Spezies Homo Sapiens. Er verachtete die Menschheit für all das Leid, das sie verursachte und gleichzeitig konnte er keinen einzelnen Menschen verachten, dem er gegenüberstand. Es wäre ihm also niemals möglich, die Anzahl der Menschen aktiv zu reduzieren, so vernünftig es auf globaler Ebene auch sein mochte, außer in einem einzigen Fall: Er konnte seinem eigenen Leben ein Ende setzen. Lediglich die Verantwortung seinen Katzen gegenüber hinderte ihn daran, vollends dieser Überzeugung gemäß zu handeln. Aber was, wenn auch sie nicht mehr lebten? Was, wenn das schon sehr bald der Fall war? Dann hielte ihn nichts mehr in dieser Welt. Es wäre so einfach. Eine entschlossene Bewegung und es wäre vorbei mit Banshee und Zann. Kurz und schmerzlos. Vor seinem geistigen Auge sah er seine Katzen – seine Schützlinge, Familienmitglieder – die ihm fast blind vertrauten und in ihm eine Ersatzmutter sahen, mit unnatürlich verdrehten Wirbelsäulen reglos und kalt vor ihm auf dem Boden liegen. Nein, niemals wäre er dazu im Stande! Wie grausam, wie herzlos war er, so etwas überhaupt zu denken? Sein Kiefer verkrampfte sich, er ballte die Fäuste, jeder Muskel seines Körpers war angespannt. Aber nur für einen kurzen Moment, bis ihn wieder die vertraute lähmende Trägheit überkam. Und wie so oft in den letzten Tagen wünschte er sich auch in diesem Moment, jemand möge ihn erschießen oder mit einem schweren Fahrzeug überfahren. Oder besser: ihn von unten nach oben aufschlitzen und langsam ausweiden, denn er hatte keinen leichten oder schnellen Tod verdient.

Er stand an der Klippe. Schätzungsweise dreißig Meter unter sich brandete das Meer gegen die zerklüfteten Felsen. Gleich würde sich das Wasser mit seinem Blut vermischen. Alles Leben kam aus dem Meer und dorthin würde er zurückkehren und dem Wasser dieses Leben zurückgeben, indem er es hier beendete. Noch zögerte er. Er hatte Angst vor großen Höhen. Während er am ganzen Leib zitterte rief er sich ins Gedächtnis, was er hinter sich lassen wollte. All die Pein, jede Erniedrigung und jeden Fehler, den er in seinem Leben gemacht hatte. „Forward, the Light Brigade!“, murmelte er zu sich. Dann Sprang er. Und fiel. Doch der erwartete Aufprall kam nicht. Etwas hatte ihn umschlossen und aufgefangen. Etwas Warmes und Weiches.

Es war noch dunkel und mitten in der Nacht, als ihn etwas aus dem Traum weckte. Er lag seitlich im Bett so wie immer, die Beine leicht angewinkelt, beinahe in Fötusposition. Zwischen seinen Oberschenkeln, Kniekehlen und Waden spürte er den kleinen Körper von Zann, der sich dort zum Schlafen zusammengerollt hatte. Als er die Augen aufschlug, sah er im schwachen Licht, das die Straßenlaterne vor dem Fenster durch die Vorhänge warf, ein weißes Gesicht direkt vor sich, unter der Nase die charakteristische schwarze Verfärbung, die an einen Schnauzbart erinnerte. Banshee blickte ihn mit großen runden Augen an und als sie erkannte, dass er wach war, zupfte sie erneut mit ihrer Pfote an der Bettdecke. Der Mann verstand und hob die Decke an, sodass die Katze darunterkriechen konnte. Dort rollte sie sich zusammen und schmiegte sich an seinen Bauch. Er konnte ihr weiches Fell und ihre Körperwärme spüren und wenige Augenblicke später auch die Vibration ihres Schnurrens.

 
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from TheTrooper

3 Isolation

In dem Schneesturm waren alle seine Sinne wertlos. Der heulende eisige Wind übertönte jedes Geräusch, Hände und Füße waren schon seit langem taub und gefühllos vor Kälte und auch wenn es nicht tiefste Nacht gewesen wäre, hätte man in dem Schneegestöber nicht die Hand vor Augen sehen können. Selbst sein Hirn schien kaum noch in der Lage zu sein, einen klaren Gedanken zu fassen. Es hätte ohnehin nichts zu sehen, hören, spüren, riechen oder schmecken gegeben als Schnee, Eis, Einsamkeit und den bevorstehenden sicheren Kältetod. Die Gewissheit, dass es noch zahlreiche andere Menschen gab, die sich genau wie er durch den hüfthohen Schnee quälten, half nicht im Geringsten. Es gab keine Möglichkeit, sie unter diesen Bedingungen zu erreichen. Hier war jeder auf sich allein gestellt. Es war nur eine Frage der Zeit, bis er entkräftet zusammenbrechen würde. Ein Teil von ihm wünschte sich nichts sehnlicher als genau das und das Verlangen, sich hinzusetzen oder zu legen wurde ständig stärker. Nur kurz ausruhen für einen Moment. Auch wenn das bedeutete, sich nie mehr zu erheben. Wozu überhaupt diese ganze Anstrengung? Es gab hier kein Ziel, kein Woher, kein Wohin, keine Richtung und keine Hoffnung. Es gab nichts, nur die endlose, leere lebensfeindliche Einöde.

Kaum dass er erwacht war, begann die Erinnerung an den Traum zu verblassen. Er wusste bald nur noch, dass dieser anders gewesen war als die üblichen unangenehmen Träume, in denen er sich beispielsweise mit seiner Mutter zerstritt, öffentlich bloßgestellt wurde, eine Prüfung in der Schule vergeigte oder anderweitig versagte. Seine Albträume waren typischerweise recht realitätsnah. Keine Spukgestalten, die ihn verfolgten oder Menschen, die ihn töten wollten. Nein, es waren fast immer soziale Situationen. Das Tageslicht drang durch die Vorhänge des kleinen Zimmers und die Katzen waren schon munter. Wieder einmal hatte er fast zehn Stunden geschlafen und seine pelzigen Schützlinge wurden langsam unruhig, weil sie Hunger hatten. Ihre kleinen Körper kamen naturgemäß nicht so lange ohne Nahrung aus wie der eines Menschen. Trotzdem legten sie eine Geduld an den Tag, die man von Tieren kaum erwarten würde. Er fühlte sich schuldig, sie so lange warten zu lassen. Denn wie jeden Morgen brachte er nicht die Kraft auf, nach dem Erwache zeitnah aufzustehen. Stattdessen lag er noch fast eine Stunde im Bett und sinnierte über die Dinge, die er eigentlich am heutigen Tag würde erledigen müssen. In erster Linie war das die Vorbereitung auf seine Abschlussprüfungen aber auch Aufgaben im Haushalt wie Putzen oder Wäschewaschen. Zann wurde nun doch ungeduldig und veranstaltete allerhand Unfug, um die Aufmerksamkeit seines Herrchens auf sich zu ziehen. Er zerrte Gegenstände aus dem Regal, klapperte mit dem Trinkwassernapf und miaute dazu mit seiner Stimme, die sogar mehr noch als die seiner Schwester an die eines menschlichen Kindes erinnerte. Nachdem der Mensch den Kater ausgeschimpft hatte, stand er schließlich auf und machte erst den Katzen und anschließend sich selbst Frühstück, das er lustlos in sich hineinschob. Danach rasierte er sich und putzte sich die Zähne. Ein letzter Überrest von Routine in der Ausgangsbeschränkung. Seine Ausbilderin hatte ihn von der Arbeit im Betrieb freigestellt, nicht nur aus Gründen der gesundheitlichen Sicherheit, sondern auch um ihm Gelegenheit zu geben, sich auf die Abschlussprüfungen vorzubereiten. Er setzte sich an den Schreibtisch und versuchte vergeblich, zu lernen. In den letzten Tagen waren ihm jegliche Disziplin und Konzentrationsfähigkeit abhandengekommen. Zu Beginn der Corona-Krise vor mehreren Wochen hatte es noch ein paar Dinge gegeben, die ihn motiviert hatten. In erster Linie waren dies verschiedene Rollenspiele gewesen. Er war in mehreren Pen-and-Paper- und Play-by-Post-Gruppen aktiv gewesen. Er leitete sogar ein Spiel nur für die junge Frau, in die er verliebt war. Sie wusste nichts von seinen Gefühlen. Für die Dame waren sie womöglich nur Kollegen, Azubis im gleichen Betrieb, die zufällig in etwa das gleiche Alter hatten. Er hatte es geschafft, mit ihr in Kontakt zu treten und fast regelmäßig mit ihr per Messenger zu schreiben, auch wenn sie selten weniger als einen Tag für eine Antwort brauchte. Für ihn war das bereits ein kleiner Erfolg, denn er hatte es geschafft, seine Schüchternheit zumindest ihr gegenüber teilweise zu überwinden. Auf das Spiel mit ihr am Wochenende blickte er mit gemischten Gefühlen. Einerseits freute er sich, dass er sie ein wenig für eins seiner Hobbys hatte interessieren können und dass er bisher eine ganz gute Arbeit gemacht hatte, sie zu unterhalten. Andererseits löste es auch Unsicherheit und Angst in ihm aus, ob ihr seine Ideen für die Handlung und die Charaktere weiterhin zusagen würden und nicht zuletzt ob sie ähnlich für ihn als Person empfand wie er für sie. Grundsätzlich waren Rollenspiele jedenfalls für ihn der ultimative Eskapismus. Er genoss es, für eine Weile in eine fiktive Welt einzutauchen, in der vieles deutlich einfacher erschien als in der echten. Und so gab es manchmal noch Zeiten, in denen er sich dazu aufraffen konnte, produktiv zu sein, auch wenn sie zunehmend seltener wurden. Dieser Tag zählte jedoch nicht dazu. Er las nun schon zum bestimmt zehnten Mal dieselben Zeilen seiner Notizen im Berufsschulordner, ohne dabei auch nur ein einziges Wort aufgenommen zu haben. Es war zwecklos. Er schob den Ordner beiseite. Er würde es später noch einmal versuchen. Oder morgen. Wem machte er eigentlich etwas vor? Später würde es genauso wenig besser sein wie morgen. Er seufzte leise und sank kraftlos auf dem Stuhl zusammen. Was sollte er jetzt tun? Er wusste nicht, wie das alles weitergehen sollte. Er lag weit hinter dem Pensum zurück, das er rein rechnerisch bei gleichmäßigem Lerntempo erreichen müsste, um auch nur einigermaßen für die Prüfungen vorbereitet zu sein und es schien keine Besserung seiner geistigen Leistungsfähigkeit in Sicht. Ob es wohl helfen würde, über seine Probleme zu sprechen? Es wurde immerhin empfohlen, auch in der Ausgangsbeschränkung Kontakt mit anderen Menschen zu halten. Aber mit wem? Zu seinen Eltern und seiner restlichen Familie hatte er kein allzu vertrauenswürdiges Verhältnis und den wenigen Freunden, zu denen er noch Kontakt hatte, vertraute er kaum jemandem so sehr, dass er ihnen Einblick in seine Seele gewähren wollte. Sicher, er hatte mehreren Personen gegenüber erwähnt, dass er Schwierigkeiten hatte, sich aufs Lernen zu konzentrieren. Aber sich ihnen vollkommen zu öffnen und ihnen die wahren Gründe dafür zu nennen, dazu hatte er sich nicht überwinden können. Zu tief saß seine Angst vor Ablehnung und davor, anderen zur Last zu fallen. Denn nach wie vor waren psychische Krankheiten mit einem Stigma behaftet oder sie wurden schlicht falsch oder überhaupt nicht verstanden. Und je schlechter es ihm ging, desto weniger Mut hatte er, überhaupt mit anderen Kontakt aufzunehmen. War die coronabedingte Isolation für normale Menschen unangenehm, so war sie für Depressive die Hölle auf Erden. Erst recht, wenn die depressive Episode von einer selbstunsicher-vermeidenden Persönlichkeitsstörung herrührte. Man stelle sich vor: Eine Person ist ohnehin schon extrem unsicher, ängstlich, schüchtern, hat sehr wenig Selbstbewusstsein und Schwierigkeiten vor allem in sozialen Situationen. Hinzu kommt, dass all jene Ängste verschlimmert werden und das Selbstwertgefühl endgültig niedergemacht wird durch Depression. Und nun bricht das Bisschen Halt im Leben in Form eines geregelten routinierten Tagesablaufs und regelmäßiger sozialer Kontakte durch die Arbeit plötzlich weg. Was bleibt da noch übrig? In seinem Falle war es ein Antidepressivum und die Verantwortung seinen Haustieren gegenüber, welche ihn am Laufen hielten. Dabei war er vor der Pandemie auf einem guten Weg gewesen. Die Depression fast überstanden mit lediglich einzelnen Tagen der Niedergeschlagenheit und die Psychotherapie (insgesamt die zweite in seinem Leben) fast abgeschlossen. Nun saß er hier, unschlüssig. Sollte er noch einmal versuchen, zu lernen, auch wenn er wusste, dass es sinnlos war? Mehrere Minuten lang schaute er den Ordner an und versuchte die Kraft aufzubringen, die Hand zu heben und ihn zu sich zu ziehen. Schließlich gelang es ihm und als er diesmal dieselbe Passage las, hatte er fast den Eindruck, dass ein kleiner Teil der von seinen Augen aufgenommenen Information sein Gehirn erreichte und dort verarbeitet und gespeichert wurde. Da regte sich neben ihm auf dem Kratzbaum etwas. Kurz darauf kamen Banshee und Zann, die sich ihrer Gewohnheit gemäß nach dem Frühstück schlafen gelegt hatten, über den Schreibtisch spaziert, streckten sich noch etwas verschlafen und blickten ihn erwartungsvoll an. Ein Blick auf die Uhr verriet ihm, dass es Zeit für das Mittagessen war. Also erhob er sich schwerfällig und bereitete den Katzen ihre Mahlzeit zu. Er selbst hatte keinen Appetit. Hunger verspürte er zwar, jedoch wäre der Aufwand, etwas zuzubereiten, zu viel für ihn gewesen. Außerdem: Verdiente er es überhaupt, zu essen, wenn er doch ohnehin nichts Produktives tat? Ja, während andere in der Quarantäne Hobbys nachgingen, für die sie sonst keine Zeit hatten, saß er herum und war nicht im Stande irgendetwas fertigzubringen. Er hatte zwar zahlreiche Interessen und Talente, doch seine eigene Unentschlossenheit hatte immer verhindert, dass er sich auf eine Sache spezialisierte. Er konnte es einfach nicht über sich bringen, die anderen Dinge, welche ihm am Herzen lagen, zu vernachlässigen. Er hätte Musiker werden können oder Wissenschaftler oder Sportler, denn er war normalerweise kreativ, musikalisch, sportlich, gebildet und fleißig. Jedoch war er immer einer derjenigen gewesen, die alles ein bisschen, aber nichts richtig konnten. Und so musste er mit ansehen, wie er auf allen Seiten, in allen Bereichen von den Spezialisten übertrumpft wurde. Wie gerne würde er Schlagzeug in einer Band spielen. Ein paar seiner Freunde in seiner ehemaligen Heimatstadt hatten eine Band. Aber er war nicht gut genug, weil er erst vor wenigen Jahren mit dem Erlernen dieses Instruments begonnen hatte und kaum Zeit zum Üben hatte, weil er arbeitete, sich um die Katzen kümmern musste und weil er viel, mittlerweile sogar zu viel schlief. Aus ähnlichen Gründen konnte er auch nicht Sport in einem Verein machen, nur dass hierbei noch eine hartnäckige Entzündung seiner Achillessehnen hinzukam. Er war sich sicher, dass der Heilprozess maßgeblich durch seine psychosomatische Verfassung verlangsamt wurde. Von seinem gescheiterten Studium brauchte er gar nicht erst anzufangen. Den Erfolg der anderen und gleichzeitig den eigenen Misserfolg zu sehen, war entmutigend und nahm ihm die Freude an allem, was ihm etwas bedeutete. Natürlich war das Einstellungssache und somit ein weiterer Punkt, in dem er versagt hatte, denn er schaffte es nicht, eine gesunde Einstellung zu sich selbst herzustellen oder sich nicht ständig mit anderen zu vergleichen. Unwillkürlich kamen ihm unzählige Situationen in den Sinn, in denen er Fehler gemacht hatte. Meistens waren das Gespräche gewesen, in denen er etwas Seltsames oder Falsches gesagt hatte. Diese Erinnerungen hatten sich unauslöschlich in sein Gedächtnis eingebrannt. Besonders fatal erschienen ihm jene Begebenheiten, in denen seine heimliche Angebetete anwesend gewesen war. Womit er wieder bei dem Thema angekommen war, das ihm mindestens ebenso viel Sorge bereitete wie die Prüfungen. Er hatte Angst. Nicht nur davor, dass seine Gefühle nicht erwidert wurden, sondern auch vor einer möglichen Beziehung. Das eine wirkte auf ihn so furchteinflößend wie das andere. Die Furcht davor, dass eine geliebte Person umgekehrt nicht ebenso fühlt, konnte wohl jeder nachvollziehen. Doch er stellte sich die Frage, ob er es überhaupt verdiente, geliebt zu werden und ob seine potenzielle Partnerin mit ihm glücklich sein konnte. Schon einmal war er in einer Beziehung gewesen, die sich mit seiner ersten richtigen depressiven Episode überschnitten hatte. Es war für seine damalige Freundin definitiv nicht leicht gewesen, mit ihm zusammen zu sein und er wusste nicht, ob er das noch einmal jemandem zumuten wollte. Vielleicht war es doch besser, alleine zu bleiben und so unnötiges Leid bei anderen zu vermeiden. Er war zu nichts zu gebrauchen und seine Freude an allem wurde getrübt, bis sie sich nur noch selten erahnen ließ und bestenfalls kaum aus mehr als einer Erinnerung an bessere Zeiten bestand. Welchen Sinn hatte sein Leben überhaupt noch, abgesehen davon, dass er zwei Katzen am Leben halten musste? Draußen schien die Sonne und laut Thermometer war es warm. Der Frühling hielt Einzug. Ihm war kalt hier drin.

 
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from TheTrooper

2 Einsamkeit

Schon als Herrchen am Morgen das Haus verlassen hat, wusste ich, dass er heute lang wegbleiben würde und habe lautstark protestiert. Ich erkenne diese besondere Art der Aufbruchstimmung. Sie ist anders als an normalen Arbeitstagen, an denen er am Nachmittag oder am Abend zu uns zurückkehrt. Und tatsächlich kommt er erst spät in der Nacht nach Hause. Er säubert die Katzenklos, macht uns etwas zu essen und geht dann ins Bett. Das ist zu wenig! Meine Schwester und ich haben den ganzen Tag auf dich gewartet, haben dich vermisst und wollen jetzt etwas mehr Aufmerksamkeit. Ohne dich ist es langweilig. Man kann kaum etwas machen, außer aus dem Fenster schauen und schlafen. Wir wollen spielen und mit dir kuscheln. Dass du uns so abfertigst, ist gemein. Das haben wir nicht verdient. Ich bin unausgelastet und frustriert wegen dieser Ungerechtigkeit.

Wie jedes Mal, wenn er seine Katzen zurückließ, fühlte er sich schuldig. Es war schon schlimm genug, dass Zann und Banshee an Wochentagen bis zu zehn Stunden praktisch allein waren. Die Mitbewohner, welche sich bei geschlossenen Türen in ihren Zimmern aufhielten, konnten kaum als Gesellschaft für die Katzen gelten. Doch heute war er am Abend direkt nach der Schicht zu einem Spieleabend eingeladen, ebenso am morgigen Tag. Er ging eigentlich nie unter der Woche abends weg, außer er hatte am nächsten Tag Spätschicht. Nur hatten seine Freunde (konnte man sie bereits als Freunde bezeichnen oder waren sie eher Bekannte?) an Wochenenden selten Zeit. Und so hatte er sich überreden lassen, sich unter der Woche mit ihnen zu treffen. Was er nicht alles tat, um die wenigen sozialen Kontakte beizubehalten. Die Katzen hatten schon am Morgen gewusst, was los war. Besonders Zann zeigte das durch lautes Miauen, besonders als der Mann durch die Wohnungstür nach draußen ging. Alles gute Zureden und alle Streicheleinheiten hatten den kleinen Kater nicht beruhigen können, so sehr hing er an seinem Menschen. Während des Spieleabends hatte er ungefähr um 22 Uhr zum ersten Mal gefragt, wie lange sie noch spielen wollten. Die anderen hatten ihn etwas irritiert angesehen und geantwortet, sie würden frühestens in einer Stunde aufbrechen. Dann käme man vor Mitternacht nach Hause und könne danach vor dem Schlafengehen noch etwas zur Ruhe kommen. Die hatten leicht reden. Sie hatten nicht so einen weiten Weg und zu Hause hatten sie keine Verantwortung außer für sich selbst. Keine Kinder oder Haustiere, um die sie sich hätten kümmern müssen. Sie konnten zu Hause direkt ins Bett fallen. Zudem hatten sie sicherlich auch nicht so ein enormes Schlafbedürfnis. Zumindest einer von ihnen kam mit vier Stunden pro Nacht aus. Es war deutlich nach Mitternacht und er lag im Bett. Selbst wenn er sofort einschlief, würde er keine sechs Stunden Schlaf mehr bekommen und das war für ihn das Minimum, um einen Arbeitstag lang zu funktionieren. Bei weniger wurde es unangenehm. Normalerweise schlief er für ungefähr acht Stunden. Zann hingegen wollte ihm keine Ruhe gönnen. Unruhig lief er in der Wohnung herum, miaute und klapperte mit dem Trinkwassernapf. Der Kater war verständlicherweise sichtlich empört darüber, dass der Mann ihn so lang im Stich gelassen hatte und dachte nicht daran, sich schlafen zu legen.

Am nächsten Morgen fühlte er sich wie gerädert. Er konnte nicht einmal sagen, wie viele Stunden er geschlafen hatte. Waren es drei oder vier gewesen? Er schleppte sich zur Arbeit, schaffte es irgendwie, den Tag zu überstehen und nicht einzuschlafen. Den Spieleabend sagte er jedoch ab. Er hätte hingehen können, wäre aber nur körperlich anwesend gewesen. „Nie wieder!“, dachte er sich.

 
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from Pro Apps Club

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from kokairo

Что можешь сделать ты?

Я часто думал о том чтобы начать отдавать что-то миру. Перестать быть потребителем и начать создавать, но всегда останавливала одна мысль “а имею ли я то, что будет полезно людям?”. Ведь не хочется создавать ещёоднинбесполезныйблог.

Так устроено в мире, что люди сначала встают на плечи гигантов, а уже потом, смотря в даль, позволяют другим встать себе на плечи. Капля графомании, а кто остановит? Это даже не бумага, тут даже терпеть нечему.

В какой момент человек накапливает то, что полезно будет рассказать другим? Недолго думая, я постараюсь сформулировать, что являеться тем, чем определённо следует делиться.

Во первых, это опыт. Если вы пережили что-то, если смогли что-то сделать, преодолеть, всегда полезно будет рассказать об этом. Даже будь это десятый рассказ об обучении английскому языку или преодолении страха. Может именно ваши слова, на ваш взгляд кривые, но близкие таким же как и вы людям, смогут поселиться в их сердце и вселить уверенность.

Во вторых, это знания или умения. Тут к предыдущем причинам, о том что ваше осовремененное изложение сможет помочь понять, добавляются факторы реалий современности, такие как скоротечность жизни информации, изменчивость окружения и фактор места, когда человек случайно находит именно ваш пост и начинает интересоваться темой, просто потому что вы написали её недавно и она попала в ленту.

В третьих, новые идеи, фантазии, мысли. Знаете о таком способе решения проблем как мозговой штурм? Это когда люди говорят все решения что приходят в голову, даже если они глупые, смешные или откровенно тупые и неработоспособные. Наше мышление так работает что разбирая разные идеи мы можем придти к рабочему решению, к интересному сеттингу, к тому что поведёт людей.

Не бойтесь создавать. Время сотрёт миллионы строк мусора и оставит нужное, но разве нам решать что нужно, а что нет?

 
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from kokairo

Что можешь сделать ты?

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Не бойтесь создавать. Время сотрёт миллионы строк мусора и оставит нужное, но разве нам решать что нужно, а что нет?

 
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from protodrew

I am by no means the first person to discuss this, but I wanted to articulate my thoughts and propose the solution I see in an abstract sense and what we can do to achieve that in the modern world.

I have been taking part in Harvard University's free online courses as a way to both expand my current resume, and to prepare myself for college as a part of The season of Structure. Many of these classes have been really exciting and enlightening, and I feel like it is far more engaging than the average online class. One of the classes I have enjoyed the most is The Past, Present and Future of Urban Life, and it has made my thoughts on unitary urbanism and social engineering resurface. As a way to reconcile these thoughts I am going to write this article explaining the problems with capitalist urban/suburban/rural structuring, and propose a few steps we can make to achieve my vision of utopia.

What is Unitary Urbanism?

First we need to get some terminology out of the way. Unitary Urbanism, as defined by wikipedia is “the critique of status quo “urbanism”, employed by the Letterist International and then further developed by the Situationist International between 1953 and 1960.” I believe this definition leaves a lot to be desired. Unitary Urbanism is the belief that urban spaces should be defined by the needs of the people within them, and exist as a comprehensive space that allows for comprehensive experience and personal impact on the space you inhabit. Now that is a bit dense, but basically it is about removing the current urban division of “sectors” (the market square, the office park, the apartment complex) and removing the divide from capital and the people who inhabit the city.

This cannot and should not be attempted within a capitalist framework, as it will simply lead to a lack of definition of work and personal time that will be utilized by capitalists to squeeze more efficiency out of the working class. This must exist in a system that not only does not perpetuate hierarchy, but actively dismantles previous hierarchy, and that includes the modern city structure.

How Does the Urban Landscape Perpetuate Hierarchy?

This is a pretty obvious answer, but it is often taken as a given in society. You have the nice side of town and the not so nice side of town. However, these two sides are not organically brought about due to the people that live in them, but rather shaped by those in power to favor those that they believe should live comfortably, and comfort for one in a capitalist system comes at the cost of the discomfort of another.

This manifests in the poor neighborhood (which also happens to coincide with a non-white neighborhood for some weird reasons), the gerrymandered district (which again takes a racial skew for some reason), and the positioning of social services and services in general. This form of hierarchy has manifested in the concept of property values, where the neighborhood becomes a self perpetuating cycle of decay as the houses get worse and so their value gets lower, all until some up and coming developer buys the land, bulldozes it, and makes it into a trendy whole foods.

Shockingly, in a society that values white people more than others, our cities prefer white values, white aesthetics, & white neighborhoods. This does not function in an egalitarian society, and as such should be dismantled in an urbanist utopia.

What is to be done?

In the abstract Unitarian Urbanism addresses this through the concept of having the citizens create the space they live in. This doesn't mean physically building the apartment you are going to live in, but rather removing the detachment of art from structure, and no longer prioritizing one specific aesthetic. Urban landscapes should not prioritize one type of person, and as such Urban engineering should not prioritize one type of person.

In the concrete, there are movements that represent the interests of more people growing across the international stage. Tenants Unions, Art Collectives, Anarchist Communes, Food Not Bombs, Trade Unions, and the YIMBY (short for yes in my backyard) movement are all great systems that are beginning to restructure society from within that society, and if you wish to build an egalitarian urban society you should participate in those. But you've heard of all that before. Whats important is the way you perceive society and having you radically space the shape you live in. Plant trees on your walk to work so eventually you'll have more shade, fight against gentrification in your area, Organize against your landlord to prevent exploitation, Create art that mimics the aesthetic you want to see in the space around you.

Unitary Urbanism is more than a non euclidian pipe dream, it is a mindset that must be utilized to dismantle the racial, class, and social hierarchy that has been embedded in the urban structure since the Roman empire.

 
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